Radtourismus in Berlin-Brandenburg auf dem richtigen (Rad-) Weg?

Gabi Bangel, ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Christian Tänzler, Pressesprecher VisitBerlin, Iris Hegemann, Deutscher Tourismusverband, Und Mathis Richter, Geschäftsführer Tourismusverein Treptow-Köpenick (v.l.) Foto: © 	Gero Schreier
Gabi Bangel, ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Christian Tänzler, Pressesprecher visitBerlin, Iris Hegemann, Deutscher Tourismusverband, und Mathis Richter, Geschäftsführer Tourismusverein Treptow-Köpenick (v.l.) Foto: © Gero Schreier

Im Blickpunkt des Medientreffs am 16. Mai 2017 in Berlin-Schmöckwitz standen vielfältige Aspekte des Fahrradtourismus. Gesprächspartner waren Gabi Bangel, Leiterin Tourismus des ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Iris Hegemann, Leitung Kooperationen des Deutschen Tourismusverbandes, Mathis Richter, Geschäftsführer des Tourismusvereins Treptow-Köpenick, und Moderator Christian Tänzler, Pressesprecher von visitBerlin.

Während  Mathis Richter sein Ziel für Treptow-Köpenick als beliebteste Berliner Fahrrad-Region bis 2020 formulierte, möchte er noch kurzfristiger eine gute Infrastruktur an Ladestationen für E-Bikes realisieren.  Iris Hegemann kritisierte die fehlenden Angebote entlang der Rad-Strecken in den Berliner Randbezirken, Während es in der Innenstadt genügend Rastplätze und Verpflegungsmöglichkeiten in der Nähe von  Sehenswürdigkeiten gibt, fehlen solche Einrichtungen noch in den Außenbereichen. Gabi Bangel  verwies auf die überfüllten Radwege im Zentrum der Hauptstadt, trotz breiter Straßen werden die schmalen Radstreifen zum Sicherheitsrisiko.

Da einige Teilnehmer mit dem Fahrrad vom Bahnhof Grünau nach Schmöckwitz gefahren sind, konnten sie die Erfahrungen eines Radtouristen vor Ort kennenlernen. Streckenweise ging es durch den Wald, entlang der Straße und auf ungepflegten Radwegen. Die im folgenden Forum erörterten Probleme waren hautnah zu erleben. So wurden an den meisten Gartenlokalen vernünftige Parkplätze für Radtouristen vermisst.

Für den Fahrrad-Urlauber ist es manchmal auch schwierig, mit seinem Gefährt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Ebenso fällt auf, dass Fahrgastschiffe – außer der Reederei Riedel – kaum Touristen mit dem Rad befördern. Bleibt also noch viel zu tun, um die immer größer werdende Zahl von Freizeit-Radlern in und für Berlin und Brandenburg zu begeistern.

Karl-Heinz Kern

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Fahrradtourismus in Berlin-Brandenburg | Samerberger Nachrichten, 18. Juli 2017