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Was Macht Virtuelles Reisen Attraktiv?
Maren Courage, Geschäftsführerin VR Business Club, Marc Burgdorff, Geschäftsführer Immersive Show room Berlin & Brandenburger Tor Museum, Carsten Fischer, Geschäftsführer Interactive Travel CMS Berlin, und Lutz Schönfeld, Vertriebsleiter Verner & Friends Marketing- und Vertriebsgesellschaft Berlin (v.r./Foto: Gero Schreier)

Was macht virtuelles Reisen attraktiv?

Für Maren Courage, Geschäftsführerin des seit zweieinhalb Jahren existierenden VR Business Club, ist es nicht nur das 50. Event, sondern zugleich die Auftaktveranstaltung einer neuen Kooperation mit dem TourismusDialog.Berlin am 13. Dezember 2018 im NH Collection Hotel Friedrichstraße. Ob Virtual Reality, Augmented Reality oder Mixed Reality – immersive Technologien ziehen in immer mehr Anwendungsfelder ein und sind jetzt auch im Tourismus angekommen.

Ein Urlaubsgebiet anschauen ohne selbst dort zu sein – ein 360° Rundumblick zieht Reiseaspiranten in Reisebüros, macht Appetit, informiert und kann schneller zum Reiseabschluss führen. In einem Gespräch mit Carsten Fischer, Geschäftsführer von Interactive CMS, Marc Burgdorff, Head of Tourism bei TRIAD Berlin und Geschäftsführer Immersive Showroom/Brandenburger Tor Museum, und Lutz Schönfeld, Vertriebsleiter bei Verner & Friends, geht es um verschiedene Einsatzmöglichkeiten der noch immer recht neuen Techniken.

Für Carsten Fischer sind Reisebüros nicht unbedingt die erste Adresse. „Unsere Kunden sind hauptsächlich Kreuzfahrt-Anbieter und Hotels, die ihre Angebote auf Messen und an anderen Orten präsentieren.“ Lutz Schönfeld hält die Technik ebenso bei der Darstellung schwieriger Destinationen für sehr nützlich. „Ob Usbekistan oder Aserbaidschan – die VR-Technik sagt mehr als jedes Wort.“ Über die VR-Angebote des Brandenburger Tor Museum spricht Marc Burgdorff, wo sowohl historische als auch zukünftige Welten nachgebaut werden. Nicht fehlen darf der Hinweis auf eine virtuelle Achterbahnfahrt im Europa-Park Rust. Die Fahrt ist real, der dabei ablaufende 3D-Film virtuell.

Die Content-Produktion für touristische VR-Angebote sollte gut, aktuell und ehrlich sein, mahnt Fischer. Als Beispiel wird auf das von Triad Berlin in Erfurt realisierte Projekt „360 Grad – Thüringen digital entdecken“ verwiesen.

Schließlich ein sozialer Aspekt. Für ältere und behinderte Menschen kann virtuelles Reisen eine Alternative zu Fernsehberichten sein. Und: Immer häufiger müssen Locations aus technischen Gründen für Besucher gesperrt werden. Da bleiben eigentlich nur virtuelle Techniken als Wahl.

Neben der Theorie zeigen drei Projekte, was heute bereits möglich ist:

Interactive CMS präsentiert touristisch relevanten Content aus verschiedenen Quellen. Bei der Anwendung „Virtual Travel Lounge“ werden Bilder von der VR-Brille auf einen externen Bildschirm übertragen. Eine Auswahl der kleinen Touren kann mit der Oculus Rift, Go oder Samsung GearVR angeschaut werden.

OMSTUDIOS stellt einen AR-Prototypen für die virtuelle Reiseplanung vor, mit dem  potentielle Reiseziele zu „erlaufen“ sind. Schenker zeigt Technologies/XMG Anwendungen mit der HTC Vive Pro und der HTC Vive Fokus.

Für die Teilnehmer der beiden Netzwerke jedenfalls ein extrem erkenntnisreicher Abend.

Rainer Bücken

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