Das Interesse an Informationen und Diskussion war groß. Davon zeugte der volle Saal mit 125…
Christoph Harting (Olympiasieger 2016 Diskuswerfen), Gerd Kirsch, Thomas Härtel (Präs. Landessportbung Berlin), Ole Hertel (GF Uber Arena), Prof. Dieter Weirich (Intendant a.D.), Philip Ibrahim
beim Medienforum "Kann Berlin Olympia? - Deutsche Sportmetropole im Weltspiegel" im Hotel MOA Berlin.
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Kann Berlin Olympia? Deutsche Sportmetropole im Weltspiegel
Olympia bewegt – nicht nur die Sportlerinnen und Sportler, sondern auch viele Diskussionsrunden in der bunten Berliner Stadtgesellschaft. Ein gut gewähltes Thema und ein gut besetztes Podium bei diesem besonderen TourismusDialog.Berlin am 12. Mai 2026 im Hotel MOA, zu dem 80 Gäste kamen. Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin, Christoph Harting, Olympiasieger 2016 im Diskuswerfen in Rio de Janeiro, und Ole Hertel, Geschäftsführer der Uber-Arena, informierten und diskutierten über die Olympia-Pläne Berlins. Prof. Dieter Weirich, Intendant a.D., moderierte bestens vorbereitet und achtsam die Pro und Contras zur Bewerbung der Hauptstadt für Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044.
Den Startschuss für die Diskussion gab Thomas Härtel, der auf den Punkt über den Stand der Bewerbung, die Details der Planung (Stichwort Berlin Plus – Partnerschaft mit Rostock-Warnemünde und Leipzig), die durchgängige Nachhaltigkeit (95 % der Sportstätten sind vorhanden), das geplante Olympische Dorf („Stadteingang West“ auf einem stadteigenen Grundstück), besondere Höhepunkte wie die Goldene Rampe zum Brandenburger Tor, die Zeitachsen und die Finanzierung sprach. Neben all den Fakten vermittelte er eine ansteckende Begeisterung für die vielen verschiedenen Impulse, die Olympia Berlin bringen kann: „Die Bilder werden in die Welt gehen … Wir brauchen eine Vision für Berlin“, so der Präsident des Landessportbundes Berlin, der 822.00 Mitglieder hat. Ein deutliches Contra setzte Olympiasieger Christoph Harting, prominenter Unterstützer des Bündnisses NOlympia, das eine Berliner Bewerbung für die Olympischen Spiele verhindern will. Als Argumente führte er die maroden Sportstätten und die mangelnde Zustimmung bei vielen Berlinerinnen und Berlinern an. Dem widersprach Ole Hertel, der darauf verwies, dass Berlin bei vielen großen internationalen Wettkämpfen ein Gastgeber war, der mit Organisation und Begeisterung überzeugte.
In der anschließenden Diskussion ging es um die Chancen der Bewerbung Berlins, um die positiven Impulse für die Wirtschaft der Hauptstadt, um die Organisation (Härtel: „Wir brauchen eine junge Truppe“) sowie um die Grundstimmung der Medienkommentare.
FAZIT: Ein klares Ja von Touristikern, Gastgebern und Sportorganisatoren zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Berlin. Viel Spannung bis zum 26. September 2026. Dann entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, welcher Kandidat dem Internationalen Olympischen Komitee vorgeschlagen wird.
Nach dieser lebhaften Diskussion, die viele verschiedene Aspekte der Olympiabewerbung Berlins beleuchtete, war noch nicht Schluss. Bereits in der Einladung wies die Formulierung „Ausklang des TourismusDialog.Berlin“ darauf hin, dass Gerhard Kirsch sein Ehrenamt aufgibt. Im Jahr 2000 gründete der inzwischen 89jährige das unabhängige und freie Kommunikationsforum und Netzwerk zwischen Medien und Tourismus, das Professor Weirich scherzhaft als „Tourismusunternehmen Kirsch“ beschrieb. Gerhard Kirsch dankte – sichtlich bewegt von den standing Ovation – seinen vielen Partnern und Mitstreitern für die Unterstützung und erinnerte an ganz besondere Veranstaltungen in diesen 26 Jahren.
Der TourismusDialog.Berlin endet in seiner bisherigen Form, aber der erfahrene Regisseur Kirsch ist längst mit Partnern im Gespräch, die dafür arbeiten wollen, dass diese Idee und das Netzwerk mit neuen Menschen und weiterführenden Gedanken eine Fortsetzung findet.
Brigitte Menge