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Hopfen Und Malz Nicht Verloren – Neue Deutsche Bierkultur
Dr. Stefan Elfenbein, Korrespondent für "Der Feinschmecker" und Vorsitzender der Jury "Berliner Meisterköche", Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer Deutscher Brauer-Bund, Dr. Marc Rauschmann, Geschäftsführer Braufactum, und Peter Eichhorn, Journalist und Autor (v.r./Foto: Gero Schreier)

Hopfen und Malz nicht verloren – neue deutsche Bierkultur

Ein Stammtischgespräch im kleinen Kreis, am 12. Dezember 2019 im Restaurant BraufactuM am Berliner Hausvogteiplatz. Ein passender Ort für einen anregenden Dialog unter Experten zu diesem Thema, denn im BraufactuM werden nicht weniger als 16 unterschiedliche Craftbiersorten angeboten.
Partner des Gesprächs mit der Moderation von Dr. Stefan Elfenbein, Korrespondent für „Der Feinschmecker“ und Vorsitzender der Jury „Berliner Meisterköche“, waren Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bund e.V., Peter Eichhorn, Journalist und Autor, sowie Dr. Marc Rauschmann, Geschäftsführer der Braufactum GmbH Frankfurt/Main.
In Berlin zeigen immer mehr Handwerksbrauereien und Craftbierbars, welche Dynamik in der deutschen Bierkultur steckt. Diese Entwicklung offenbart, dass unter Einsatz von vorhandenen Zutaten genussvolle Geschmacksnoten kreiert werden können. So stehen heute den Braumeistern allein rund 300 Hopfensorten zur Auswahl.
Mit solcher Geschmacksvielfalt möchte man zugleich junge Genießer an das Kulturgut Bier heranführen. Es ist ein Versuch, den auf Grund der demografischen Entwicklung schrumpfenden Biermarkt etwas zu kompensieren.
Nicht umsonst legt die Branche heute Wert auf die Ausbildung von Biersommeliers für den Service in guten Restaurants. Gewiss wird es noch einige Zeit dauern, bis Craftbier neben dem klassischen Weinangebot in den Sternerestaurants gleichermaßen offeriert wird.
Gegenwärtig entsprechen 99 Prozent der angebotenen Craftbiere dem deutschen Reinheitsgebot. Leider wird  Craftbier nur zu 30 Prozent in Gaststätten getrunken.
Ein nicht zu unterschätzender Markt sind die alkoholfreien Biere. Allein in Deutschland werden davon aktuell 400 verschiedene Sorten verkauft. Allerdings kann deren stetig wachsender Anteil den Rückgang beim klassischen Bierkonsum nicht ausgleichen. Derzeit wird mit einem Minus von rund zwei Prozent im Jahr 2019 gerechnet. Um neue Kunden zu gewinnen, werden zukünftig Informationen wie die Kalorienangaben und die verwendeten Zutaten auf den Bierflaschen ausgewiesen.
Holger Eichele vertritt in seinem Verband 1.500 Mitglieds-Brauereien. Dr. Marc Rauschmann gehört mit seiner Radeberger Gruppe zu den weltweit 20 größten Brauereien.
Karl-Heinz Kern

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